Wie du als Vater in 30 Minuten ein Budget erstellst, das wirklich funktioniert
Schritt-für-Schritt-Anleitung (ohne komplizierte Excel-Tabellen)
Budget erstellen Familie – diese 3 Wörter haben mein Leben verändert.
Ich weiß noch genau, wie ich das erste Mal versucht habe, ein Budget zu erstellen.
Ich habe mir eine Excel-Vorlage aus dem Internet heruntergeladen. 3 Stunden später: Ich saß immer noch vor dieser verdammten Tabelle und hatte keine Ahnung, was ich da eigentlich mache.
Das Ergebnis? Ich habe aufgegeben. „Viel zu kompliziert. Viel zu zeitaufwendig. Das ist nichts für mich.“
Heute weiß ich: Ein funktionierendes Familienbudget braucht keine 3 Stunden. 30 Minuten reichen.
In diesem Artikel zeige ich dir, wie du als berufstätiger Vater in 30 Minuten ein Budget erstellst, das wirklich funktioniert – ohne komplizierte Formeln, ohne Überforderung.
P.S.: Falls du dich fragst, warum ein Budget überhaupt wichtig ist – ich habe hier meine 5 größten Finanzfehler aufgeschrieben. Fehler #1 war: Kein Budget-System zu haben.
Warum überhaupt ein Budget?
Bevor wir loslegen, eine kurze Klarstellung: Ein Budget ist kein „Verbotsschild“.
Es geht nicht darum, dir alles zu verbieten, was Spaß macht. Es geht darum:
- Klarheit zu haben: Wo geht mein Geld hin?
- Kontrolle zu bekommen: Wie viel kann ich wirklich ausgeben?
- Rücklagen aufzubauen: Wie viel bleibt zum Sparen übrig?
- Schulden zu vermeiden: Kein Dispo mehr am Monatsende
Ein Budget ist ein Plan. Und ein Plan gibt dir Freiheit – nicht Einschränkung.
Budget erstellen Familie – das klingt erstmal nach Arbeit. Aber glaub mir: Diese 30 Minuten sind eine der besten Investitionen, die du machen kannst.
📊 Schritt 1: Einnahmen erfassen (5 Minuten)
Was du brauchst: Deine letzten 3 Gehaltsabrechnungen
Was du tust:
- Nimm deine letzte Gehaltsabrechnung zur Hand
- Schreib auf: Netto-Gehalt (das, was wirklich auf deinem Konto ankommt)
- Falls du weitere Einnahmen hast (Kindergeld, Nebenjob, etc.) → auch aufschreiben
Beispiel:
- Netto-Gehalt: 2.400€
- Kindergeld: 250€
- Nebeneinkommen: 0€ (noch nicht 😉)
- Gesamt-Einnahmen: 2.650€/Monat
💡 Tipp:
Rechne mit dem niedrigsten Netto-Gehalt der letzten 3 Monate (falls dein Gehalt schwankt). So bist du auf der sicheren Seite.
💰 Schritt 2: Fixkosten auflisten (10 Minuten)
Was du brauchst: Kontoauszüge der letzten 2 Monate
Was du tust:
Liste alle festen monatlichen Ausgaben auf. Das sind Kosten, die jeden Monat gleich sind (oder fast gleich).
Typische Fixkosten:
- Miete / Hauskredit
- Strom, Gas, Wasser
- Internet & Handy
- Versicherungen (Krankenversicherung, Haftpflicht, etc.)
- Kita / Kindergarten
- Auto (Versicherung, Steuer, evtl. Leasing)
- Abos (Netflix, Spotify, etc.)
- Kredite / Ratenzahlungen
Beispiel:
- Miete: 900€
- Strom/Gas: 120€
- Internet/Handy: 50€
- Versicherungen: 180€
- Kita: 200€
- Auto: 150€
- Abos: 30€
- Gesamt Fixkosten: 1.630€
⚠️ Vorsicht Falle:
Vergiss nicht die jährlichen Kosten (z.B. KFZ-Steuer, Versicherungen, GEZ). Rechne diese auf den Monat um und liste sie hier auf!
Beispiel: KFZ-Steuer 240€/Jahr = 20€/Monat
🛒 Schritt 3: Variable Kosten schätzen (5 Minuten)
Was du brauchst: Kontoauszüge der letzten 2-3 Monate
Was du tust:
Liste alle variablen Ausgaben auf. Das sind Kosten, die von Monat zu Monat schwanken.
Typische variable Kosten:
- Lebensmittel & Haushalt
- Tanken / Mobilität
- Kleidung
- Freizeit & Hobbies
- Restaurantbesuche / Essen gehen
- Geschenke (Geburtstage, Weihnachten)
- Sonstiges (Friseur, Drogerie, etc.)
So schätzt du realistisch:
- Schau dir deine Kontoauszüge der letzten 2-3 Monate an
- Addiere alle variablen Kosten pro Monat
- Bilde den Durchschnitt
Beispiel:
- Lebensmittel: 450€
- Tanken: 120€
- Kleidung: 50€
- Freizeit: 80€
- Essen gehen: 60€
- Sonstiges: 70€
- Gesamt variable Kosten: 830€
💡 Tipp:
Rechne lieber 10-15% mehr ein, als du denkst. Es kommen immer ungeplante Ausgaben (kaputte Waschmaschine, Autoreparatur, etc.).
💾 Schritt 4: Sparrate festlegen (5 Minuten)
Jetzt wird’s wichtig: Wie viel kannst (und willst) du sparen?
Die Rechnung:
Einnahmen – Fixkosten – Variable Kosten = Verfügbarer Betrag
Beispiel:
- Einnahmen: 2.650€
- Fixkosten: 1.630€
- Variable Kosten: 830€
- Verfügbar: 190€
Jetzt entscheidest du:
- Option 1: Ich spare 150€, habe 40€ Puffer
- Option 2: Ich spare 100€, habe 90€ Puffer
- Option 3: Ich spare 50€, habe 140€ Puffer
Meine Empfehlung: Starte mit 10-15% deines Nettoeinkommens. Im Beispiel: 100-150€/Monat.
Wichtig: Richte einen automatischen Dauerauftrag ein. Am 1. des Monats geht das Geld automatisch aufs Sparkonto. „Pay yourself first!“
💡 Profi-Tipp:
Ich nutze für mein Budget-System die Vorlagen aus Money Mastery – ein Finanzplanungs-Kurs, der mir genau gezeigt hat, wie ich meine Kategorien richtig aufteile und automatisiere. Spart mir jeden Monat Stunden an Arbeit.
🔄 Schritt 5: System einrichten (5 Minuten)
Jetzt machst du dein Budget „automatisch“:
- Sparkonto einrichten: Falls noch nicht vorhanden, eröffne ein separates Sparkonto (online geht schnell, z.B. bei ING, DKB, etc.)
- Dauerauftrag einrichten: Am 1. des Monats geht deine Sparrate (z.B. 100€) automatisch aufs Sparkonto
- Budget-Kategorien festlegen: Optional, aber hilfreich: Lege Unter-Budgets fest (z.B. „Lebensmittel: max. 450€“, „Tanken: max. 120€“)
- Monatliches Review: Einmal im Monat (z.B. am letzten Sonntag) checkst du: Habe ich mein Budget eingehalten? Wo muss ich anpassen?
Das war’s. Dein Budget steht.
✅ Zusammenfassung: Dein 30-Minuten-Plan: Budget erstellen Familie
Schritt 1: Einnahmen erfassen (5 Min)
Schritt 2: Fixkosten auflisten (10 Min)
Schritt 3: Variable Kosten schätzen (5 Min)
Schritt 4: Sparrate festlegen (5 Min)
Schritt 5: System einrichten (5 Min)
Gesamt: 30 Minuten
Ergebnis: Du weißt genau, wo dein Geld hingeht – und wie viel du sparen kannst.
❌ Die 3 häufigsten Budget-Fehler (und wie du sie vermeidest)
Fehler #1: „Ich mache mein Budget zu kompliziert“
Du brauchst keine 50 Kategorien. 5-8 Kategorien reichen völlig:
- Fixkosten (Miete, Versicherungen, etc.)
- Lebensmittel & Haushalt
- Mobilität (Auto, Tanken, ÖPNV)
- Freizeit & Hobbies
- Sparen
- Puffer (für Unvorhergesehenes)
Fehler #2: „Ich rechne zu knapp“
Plane immer 10-15% Puffer ein. Es kommt immer etwas Unvorhergesehenes (kaputte Waschmaschine, Autoreparatur, Geburtstagsgeschenk).
Fehler #3: „Ich spare, was übrig bleibt“
Spoiler: Es bleibt nie etwas übrig.
Lösung: „Pay yourself first“ – Sparrate als erste Ausgabe am 1. des Monats (automatisch per Dauerauftrag).
💡 Bonus: Was tun, wenn am Ende nichts zum Sparen übrig bleibt?
Falls du nach dieser Budget-Rechnung feststellst: „Verdammt, ich habe nichts zum Sparen übrig“ – dann hast du 2 Optionen:
Option 1: Ausgaben reduzieren
Schau dir deine variablen Kosten an: Wo kannst du 50-100€ einsparen?
- Unnötige Abos kündigen?
- Günstigeren Stromanbieter wechseln?
- Seltener essen gehen?
Option 2: Einnahmen erhöhen
Das ist oft der schnellere und nachhaltigere Weg.
Ich habe mir neben meinem Job ein zweites Einkommen aufgebaut – mit Affiliate Marketing. Ohne Gesicht zeigen, ohne MLM, mit System.
Das hat mir zusätzliche 300-500€/Monat gebracht – die direkt ins Sparen geflossen sind.
Falls dich das Thema interessiert, lies hier, wie ich das gemacht habe: Wie ich mir neben dem Job ein systematisches Einkommen aufgebaut habe.
Fazit: Ein Budget ist kein Hexenwerk
Budget erstellen Familie – das war lange Zeit ein Thema, das ich vor mir hergeschoben habe.
Ich weiß, am Anfang fühlt sich das alles überwältigend an.
Aber glaub mir: Diese 30 Minuten sind eine der besten Investitionen, die du machen kannst.
Nach diesen 30 Minuten weißt du:
- ✅ Wie viel Geld du wirklich zur Verfügung hast
- ✅ Wo dein Geld hingeht
- ✅ Wie viel du sparen kannst
- ✅ Dass du nie wieder in den Dispo rutschen wirst
Das ist finanzielle Klarheit. Und Klarheit ist Freiheit.
Falls du noch tiefer in das Thema einsteigen willst, schau dir meinen Money Mastery Review an – der Kurs hat mir geholfen, mein Budget-System zu perfektionieren.
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